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Nachdem ich mich nun seit mehr als 15 Jahren mit dem Bau einer Anlage beschäftige,
hier nun meine, nicht immer ganz Ernst zu nehmenden, Erfahrungen.

 | Züge entgleisen prinzipiell an der am schlechtesten zugänglichen Stelle. Dies obwohl
vorher ausgiebigste Testfahrten unternommen wurden. |
 | Wenn Zuschauer da sind, funktioniert gar nichts. |
 | Die Lieblingslok hat die schlechtesten Fahreigenschaften. |
 | Weichenantriebe geben sofort nach Fertigstellung der Ausgestaltung, Tarnung, den Geist
auf. |
 | Ein hinuntergefallenes Kleinteil verschwindet auf Nimmerwiedersehen. Es findet sich aber
zufällig nach 4 Monaten, sobald der Ersatzteil, aufwendig bestellt und teuer
bezahlt,
eingetroffen ist. |
 | Ein unachtsam entfallenes Werkzeug fällt beim Landen ca. DM300,- (ATS 2000,-) an
Formsignalen. |
 | Wenn etwas hinunterfällt, landet es so, dass der größtmögliche Schaden entsteht. |
 | Nachdem ein Modell aufwendig und Zeit und Nerven raubend auf Kurzkupplung umgebaut
wurde, erscheint es in der kurzgekuppelten Version. Nimmt man vom Umbau Abstand, kanst du
warten bis du schwarz wirst. |
Und nun noch einige Erfahrungen von anderen Modellbahnern
Lutz Müller
 | Fängt man nach 15 Jahren Pause wieder mit der Modellbahn an, werden
alle interessanten Modelle die man in den alten Katalogen sieht und
die man sich jetzt endlich leisten kann nicht mehr hergestellt. |
 | Modelle, die auf der Wunschliste in zweiter Reihe stehen, müssen
sofort gekauft werden, da sie Auslaufmodelle sind. Das passiert jedes Jahr. Daraus folgt,
dass man Modelle die auf der Wunschliste in erster Reihe stehen erst dann kauft, wenn sie
ihrerseits Auslaufmodelle werden. Neue Modelle können grundsätzlich nicht
gekauft werden, außer wenn sie... |
 | Für den Weiterbau unverzichtbare Werkzeuge (letztes Sägeblatt,
Bohrmaschinen) gehen grundsätzlich Samstags kurz nach fünf Uhr oder vormittags an einem
Feiertag kaputt. |
 | Hat man nach wochenlanger Planung den Rahmen gebaut und die Rampen zugeschnitten, hat
man eine Idee die die Gleisführung wesentlich einfacher und eleganter macht, die aber nur
unter Fast-Totalabriss zu realisieren ist. |
Manfred Böckl meint
 | daß Du, nachdem für Deine Wohnung endlich der richtige Gleisplan
usw. entstanden ist und Du beginnst, die Einkaufsliste zu erstellen, Du in ein Haus ziehst
und stundenlanges tüfteln umsonst erscheinen. |
 | daß Du ein paar Jahre keine Zeit hast oder findest, hier eine neue Bahnanlage zu planen, da der einzige Platz genau der ist, der als
letztes Renoviert bzw. umgebaut wird. |
 | daß die HO-Bahn im Kopf von einer LGB im Garten verdrängt wird. |
daß grundsätzlich nach Fertigstellung von Ideen und Plänen irgend
etwas besseres daraus gemacht werden könnte ....
Hinnerk' Erfahrung
 | Gleisplanungsschablone und die reale Gleisgeometrie auf der Platte sind
zwei
grundsätzlich verschiedene Universen |
I.G schreibt
 | Die Zuleitungskabel für Bohrmaschinen, Lötkolben und ähnliche Geräte
wickeln sich grundsätzlich um die Beine von Stühlen und Leitern obwohl
sie nach den Wahrscheinlichkeitsgesetzen für unabhängige Ereignisse dies
nur in jedem zweiten Fall machen dürften. |
 | Der Allergiker: Die Nase beginnt dann zu jucken oder zu laufen wenn man
in einer unmöglichen Haltung unter der Anlage steckt oder man jeden
Finger zum Fixieren einener Klebstelle braucht. |
 | In der gleicher angespannten Situation ruft die Frau zum Essen oder ein
Kind verunglückt und heult. |
 | Schnellbindender Klebstoff verbindet hervorrragend Finger, Werkzeuge und
alles was auf dem Tisch liegt, nur nicht die Zurüstteile der Fahrzeuge. |
 | Bei Überkopfarbeiten fallen mit Sicherheit irgendwelche Holzspäne ins
Auge. |
 | Wenn man ein Seil und einem speziellen Haken versucht über eine Mauer
oder ähnliches so zu werfen, daß es Halt findet, braucht man mindestens
zehn Versuche. Mit einem geraden Stück Draht oder Kabel, daß nur wenige
Zentimeter durch den Hobbyraum oder über die Anlage gezogen wird, räumt
man aber die halbe Landschaft ab. |
 | Die Loks oder Wagen mit den aufwendigsten, selbstlackierten Farbgebungen
haben ein größeres Lichtraumprofil und bleiben an einem Signal oder der
Bahnsteigkante hängen. |
 | Kleinteile verlieren die Fahrzeuge nur im Schattenbahnhof. Wenn die
Teile außerhalb verloren gehen sollten, kommen sie auf einem
gleichfarbenen Untergrund zum liegen. Dort sieht man sie nicht und sie
werden mit dem Staubsauger für immer entsorgt. |
 | Die wohlgesonne Verwandtschaft schenkt dem Modellbahner fast ausschließlich
Fahrzeuge, die epochemäßig nicht passen. Stimmt die Epoche doch, kann
man sich darauf verlassen, daß das Objekt entweder thematisch oder
betrieblich nicht paßt.
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Solltest du ähnliche oder zusätzliche Erfahrungen dieser Art haben, die du hier gerne
angeführt haben würdest, so schreibe mir.

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